Woche #2

Die zweite Woche ist vorbei.

Ich beschäftigte mich mit der Einrichtung meines PCs – und dann mit einem Stück Code.

Nach ein paar Startschwierigkeiten funktionierte mein Computer seit dem Beginn der Woche. Er ist nicht der schnellste, aber er tut seinen Dienst. Meine Monitore sind auch etwas blass, aber all das könnte sich bald vielleicht ändern. Und solange reicht es.

openSUSE ist eine seltsame Distribution. Ubuntu gefällt mir besser. Die schnieken Durchsichtigkeits- und Schatteneffekte openSUSEs sind nicht so das wahre für schwachbrüstige Rechenmaschinen. Auf besonderen Wunsch hat mir der Administrator Chromium installiert. Firefox ist toll, aber meine Chrome-Gewöhnung ist doch etwas fortgeschrittener als gedacht… Tolles Chromium-Feature: Beim ersten Start wurde ich nach Zugangsdaten zu meinem Google-Konto gefragt und, zack, nach Eingabe hatte ich alle Plugins und Bookmarks und Krams von meinem OS-X-Chrome drin. Toll von Chrome, dass es sowas gibt, und toll von mir, dass ich das mal aktiviert hatte.

Das Stück Programm, in das ich mich jetzt zum warmwerden einarbeite, kümmert sich um die Rekonstruktion von Teilchenspuren in einem Detektor. Man kann sich das so vorstellen: Aus der Maschine kommen diskrete Messwerte von Raumpunkten ((x,y,z)-Koordinaten in erster Näherung) heraus. Diese Punkte sind entstanden von einem Teilchendurchgang durch den Detektor. Wie genau ist denn das Teilchen da jetzt durchgeflogen? Wie sieht die Spur des Teilchens aus, die solche Messpunkte generierte?
Dafür ist das Stück Programm zuständig. Es benutzt dabei u.a. eine Riemann-Methode, bei der zweidimensionale Spurpunkte auf eine Riemannsphäre (ein Kreis bzw. hier ein Paraboloid) projiziert werden. Durch Fit-Algorithmen kann man dann durch diese Punkte eine Ebene anpassen. Und von da aus rechnet man zurück auf die Spur. Abgedreht, was? +1 Dimension, Fit, -1 Dimension.

Ab Donnerstag kümmerte ich mich dann um meinen Vortrag am Freitagmorgen. Hat ganz gut geklappt.

Ich bekam soeben meine Timer-Steckdose für die Kaffeemaschine. Ich kann nun wieder Kaffeetrinken. Ein großer Tag, juhu!