Woche #22

(Zeitraum: 19.3.2012 – 23.3.2012)

Wir sind auf der Frühjahrstagung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft an der Universität Mainz. Von diesen Tagungen gibt’s im Jahr vier, wir (»Hadronen und Kerne«) sind zusammen mit der Didaktik der Physik an der Johannes-Gutenberg-Universität, die sich selbst »Johannes Gutenberg-Universität« schreibt und sich damit als geisteswissenschaftlich-zentrierte Universität einen um ε peinlicheren Fehler leistet als sowieso schon.

Auch bei meiner zweiten DPG bestätigt sich der Eindruck, den ich schon bei der ersten gehabt hab: Das Prinzip »Jeder darf Vortragen« ist in der Theorie wirklich super – praktisch ist aber der ganze Tag voller lange und kurzer Talks die einen nicht interessieren, die man nicht versteht oder beides. Nur selten gibt’s ein paar Rosinen, bei denen man zwischen Comic Sans, überlappenden, regenbogenbunten Bildern und überziehenden Rednern interessante, neue Informationen kriegt.
Man könnte sich die langweiligen Vorträge mit Arbeit am Computer spannender machen – gäbe es Steckdosen in den Hörsälen. Gibt’s aber nicht.

Wir besuchten den Forschungsreaktor des Mainzer Instituts für Kernchemie: http://www.flickr.com/photos/andih/6868435720/in/photostream.

Positiv an Mainz gegenüber dem Rand-Darmstadt-Nichts vom GSI: Man kann abends was trinken gehen. Toll. Das lässt selbst über den Umstand hinwegsehen, dass wir drei Tage vor Konferenzbeginn erfuhren, das unser Hotel storniert war, und wir nun in einem außerhalbigen Stundenhotel-eskigem Dings unterkommen sollten (Randnotiz: Laute Heizungen verfolgen mich!).