Woche #66

(Zeitraum: 21.1.2013 – 25.1.2013)

Leider hat das Installieren der neuen Betriebssystemversion auf meinem Rechner nicht so geklappt. Gar nicht. Am Freitag kam der Computermensch nicht richtig dazu – und ab Montag macht der Kram Probleme.
So viele Probleme, dass der Computer bis Mittwoch überhaupt nicht läuft. Und ab Donnerstag mein CUDA-Kram nicht mehr kompiliert. D’oh.
Das weiß ich allerdings Montag noch nicht, als ich den Wunsch eines Post-Doc-Kollegen annehme und einen Abschnitt für den Highlights-Artikel zum Thema Online Computing schreibe. Diese Artikel werden veröffentlicht und sollen dem unwissenden Forschervolk zeigen, was hier so ab geht.

Weil mein Rechner immer wieder immer noch nicht funktioniert, fange ich an, trocken zu programmieren. Ich möchte messen, wie schnell meine Hough Transformation ist. Und schreibe ein kleines ROOT-Programm, was meine Hough-Klasse mit verschiedenen, langsamen / schnellen Einstellungen aufruft. Das Trockenprogrammieren klappt gar nicht sooo schlecht, denn als ich dann zum Kompilieren kam, waren gar nicht so viele Fehler drin (bis auf der eine, bei dem ich ein paar Tage lang ohne Input-Daten-File arbeite…).

Das mit dem Nichtkompilieren des Codes ist so eine Sache: Vermutlich überlagern sich da zwei Probleme. Ein Problem / ein Bug im NVCC NVIDIA Compiler. In irgendeinem Forum finde ich den möglichen Lösungshinweis, ein paar Files mit dem Flag -dlink zu kompilieren. Nachdem ich die richtige Kombination zwischen normal kompilieren und mit -dlink kompilieren gefunden habe, läuft mein Code. Auf meinem Laptop – nicht auf dem Institutsrechner. Da ist dann nämlich der nächste Bug: CUDA 5.0 läuft eigentlich nicht auf openSUSE 12.2, wir mussten die GCC-Version downgraden. Aber da kommt dann ein Fehler, den ich nicht auf die Schnelle lösen kann. Zeitdruck.

Dienstag finalisiere ich die Anmeldung für die DPG-Frühjahrstagung in Dresden. Da treffen sich alle Teilchen- und Hadronenphysiker um sich auszutauschen. Ich werde einen Vortrag haben. Der ist Montagabend um 18:45 (falls jemand zuschauen will). Ich buche einen Flieger von Sonntag bis Donnerstagabend – Samstag geht’s früh morgens nach Indien, da brauche ich noch einen Packtag Freitag.
Nachmittags ist ein Online-Meeting zum Thema Pattern Recognition. Darunter fällt auch der Kram, mit dem ich mich so beschäftige. Ein Kollege aus Gießen erwähnt, dass er ein Problem in seinem Code gefunden und gelöst habe. Ich habe mich eigentlich in Darmstadt ausführlich mit dessen Code bzw. dessen Methodik beschäftigt und kein Problem gesehen. Ich muss noch rausfinden, ob ich das Problem übersehen und nachprogrammiert habe oder vielleicht gar nicht bemerkt und direkt korrigiert habe.

Mittwoch beenden wir das leidige Visumsthema vorläufig und geben die nötigen Unterlagen beim On-Campus-Reisebüro ab. Jetzt: Warten und zittern.

Damit der Donnerstag Meetings-technisch völlig vollgepackt ist, gibt’s vor unserem PhD-Physik-Seminar (was vor dem Institutsmeeting und dem Gruppenmeeting ist) noch ein Doktorhut-Treffen: Wir wollen für einen In-Ruhestand-gehenden Kollegen einen Best-Of-Hut basteln. Er ist nämlich derjenige, der die Hutbastelei in der Vergangenheit immer fleißig unterstützt hat.

Nachdem ich Freitag auf meinem Laptop eine Version des Testprogramms für den Highlights-Artikel kompilieren konnte, schreibe ich einen ersten Text dafür.